Freischiessen 2021

 

in Mengeringhausen

 

vom 07.07. - 12.07.

Gruppe 2014

Die Gruppe der Armbrustschützen 2014

 

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Altes Brauchtum, neuer Rahmen


Die über 500 Jahre alte Schützengesellschaft Mengeringhausen hat sich eine neue Satzung gegeben, die gesellschaftlichen Wandel in der heutigen Zeit entsprechen soll. 356 stimmberechtigte Schützenbrüder votierten einstimmig für den Entwurf des Vorstandes. Schriftführer Alfred Theune hat den Entwurf abschnittsweise erläutert und für die versammelten Schützen die Gründe für die Änderungen anschaulich gemacht. Viele Sitzungen waren erforderlich, um die vielen Änderungen vorzubereiten, bei dem ein Punkt sich nicht geändert hat: Die altehrwürdige Schützengesellschaft der Fachwerkstadt wird weiter ausschließlich eine Domäne der männlichen Jugendlichen und Erwachsenen bleiben.
Geöffnet hat sich die „Historische Schützengesellschaft 1502 Mengeringhausen e.V., so der neue Name, für alle männlichen Personen ab dem 14. Lebensjahr, die sich mit Mengeringhausen verbunden fühlen. Sie müssen nicht mehr Bürger der einst selbstständigen Stadt Mengeringhausen sein oder von solchen Bürgern abstammen. Es bleibt freilich dabei, dass Mädchen und Frauen keinen Zugang zur Schützenbruderschaft erhalten.-> zum ganzen Artikel <-

 

Die Armbrustschützen

Die Gruppe der Armbrustschützen Mengeringhausen wurde 1930 gegründet.
Sie ist eingegliedert in die Historische Schützengesellschaft 1502 Mengeringhausen. Die Armbrustschützen halten die Vergangenheit lebendig.Altes Schützenwesen und alter Schützenbrauch werden durch die Tradition der historischen Abordnung der historischen Schützengesellschaft geprägt.Sichtbar und im Blickpunkt des alle sieben Jahre stattfindenden Freischießens stehen Brauchtumspflege und Bürgersinn.Das nächste Fest findet 2014 statt.So trägt die Gruppe der Armbrustschützen aktiv zur Stärkung des Gemeinsinns und des Zusammenhalts in der Fachwerkstadt Mengeringhausen bei.
Die Armbrustschützen und ihre Waffen können auf eine wechselvolle und interessante Vergangenheit zurückblicken. 1930 hat der damalige Vorstand der Schützengesellschaft beschlossen, eine neue Gruppe den bereits bestehenden anzugliedern, die Armbrustschützen. Karl Meister übernahm als Hauptmann die Gruppe. Zunächst zählte sie elf Armbrustschützen, heute gehören 34 Männer den Armbrustschützen an.

Das Schwert des Hauptmanns wurde in Gemeinschaftsarbeit erstellt. Karl Meister und Schlossermeister Georg Franke fertigten dieses an und in jedem Freischießensjahr werden der Name des Hauptmanns und die Jahreszahl in das Schwert geschlagen.

Die Kostüme wurden vom Geheimen Sanitätsrat Dr. Ohlendorf, Mengeringhausen entworfen und größtenteils von den jungen Männern selbst bezahlt. Während des Krieges lagerten die Kostüme im Haus Bödicker, Auf der Schanze 5 und konnten so der Schützengesellschaft erhalten bleiben und wurden 1951 zum Freischießen wieder auf Vordermann gebracht und im Festzug präsentiert.Die Armbrustschützen fertigten sich für das Freischießen im Jahr 1930 ihre Armbrust selbst. Bezeichnend für die Geschichte des deutschen Schützenwesens ist die Entwicklung der Waffen, die von den Schützenbrüdern verwendet wurden. Während man in der Frühzeit des städtischen Wehrwesens mit einfachem Bogen schoss, wurde im 13. Jahrhundert in Deutschland immer mehr die Armbrust bekannt. Obwohl diese Waffe vom Papst als unritterlich und mörderisch verboten wurde, verdrängte sie immer mehr den Handbogen, dessen Spannkraft sie um ein Vielfaches übertraf. Bis im 15. und 16. Jahrhundert die Feuerwaffen aufkamen, beherrschte die Armbrust die Kampfplätze.
Die Mengeringhäuser Stadtchronik berichtet im Jahr 1612 von allerlei Gewehr uff der Rath-Cammer. Zu einer Zeit, da schon längst die Feuerwaffen das Feld beherrschten, befanden sich im städtischen Arsenal noch: Vier Armborst, noch eines mit einem Steinbogen. Etliche Kocher mit Pfeilen. Eine Winde zu den Bogen.

Die Armbrust besteht aus der Säule, dem Bogen, der Sehne und der Spann- und Abzugsvorrichtung. Zum Freischießen 2007 präsentiert sich die Gruppe der Armbrustschützen mit neuen Armbrüsten. Damit wird die große Vergangenheit der Armbrustschützen lebendig gehalten, altes Schützenwesen und alter Schützenbrauch werden durch diese Tradition der historischen Abordnung der Schützengesellschaft gepflegt.

Die Armbrustschützen stellen Wachen beim Eisernen Grafen und Herold, beim König und dem Vorsitzenden der Schützengesellschaft, den Ehrenhauptleuten und dem Hauptmann der Armbrustschützen und an der Königshütte. Einige Männer wirken im Schlussbild des Festspieles Treue um Treue mit und andere sperren bei der mittelalterlichen Gerichtsverhandlung ab. Selbstverständlich ist die Gruppe ein fester Bestandteil im Festzug.

 

 

 

 

   
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